05 | 09 | 2010
Herbstveranstaltung der AGEO

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EURADIN [EURopean ADdresses INfrastructure]
Nationaler Workshop Österreichleiste

Am 30. November 2009 lud AGEO (der österreichische Dachverband für Geoinformation) zur diesjährigen Herbstveranstaltung:
Im Mittelpunkt stand das Projekt EURADIN:
Das eContent+ Projekt EURADIN (European Address Infrastructure) unterstützt den Aufbau eines Best Practice Netzwerkes zur Förderung der Harmonisierung von Adressen in Europa hinsichtlich Definition, Erfassung und Zugang zu den Adressdaten - insbesondere für die Navigationsindustrie.
https://www.euradin.eu

Zunächst hielten Prof. Iannucci (EUROGI europäischer Dachverband für GeoInformation) und DI Klotz (BEV) Vorträge über den momentanen Stand zur Umsetzung der INSPRE-Richtlinie der europäischen Kommission.
DI Martin Redl hielt einen Vortrag zum Thema „Die Adresse im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Leitstellen und öffentlicher Verwaltung“.
Auch Mag. Marouschek (BKI) stellte mit Beispielen aus der Berufspraxis des „CrimeMappings“ sehr klar die Begrifflichkeit „Was ist überhaupt eine Adresse“ in den Vordergrund.
Nur aus der Sicht der Anwender ist es möglich, sich diesem Begriff zu nähern. Auch in der abschließenden Diskussion kam das immer wieder stark zum Ausdruck. Von der Kriminalistik über Zustelldienste – von der Navigationsindustrie bis hin zum eGovernment gibt es verschiedenste Anforderungen (und Preismodelle), das simple (Auf)finden einer Örtlichkeit zu ermöglichen.
Am Nachmittag sprach Prof. Dr. Paulus (FH Kärnten) auch über ein neues offenes Adressportal (www.openadresses.at), welches zwar praxis-orientiert, aber eher pädagogischen Ansprüchen genügt.
Vorträge von DI Hoffmann (BEV) und DI Mittheisz (Magistrat der Stadt Wien) zu den Adressregistern des BEV bzw. dem Adress- und Gebäuderegister bildeten einen weiteren Schwerpunkt.
Kontroversiell wurde der Abschlussvortrag von Rechtsanwalt Dr. Öhlböck zum Thema „Rechtsfragen zu Geodaten aus dem Blickwinkel von IWG und Datenschutzgesetz“ diskutiert. Die Datenschutzkommission (DSK) hat in einem Fall betreffend steirischer „Hofkarten“ den Zusammenhang zwischen GeoDatensatz und daraus herstellbarer persönlichkeitsbezogener Attributierung als sehr kritisch eingestuft. (DSK - K202.074/0004-DSK/2009)